Pressemitteilung: Erklärung zur Corona-Verordnung

Außerschulische Bildungsarbeit muss für Kinder und Jugendliche zugänglich sein - Gemeinsame Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaft Pfadfinden in Bayern

Mit den neuen Infektionsschutz-Verordnungen zum 24.11.2021 wird die außerschulische 
Bildungsarbeit der 2G-Bedingung unterworfen. 
Wir als Pfadfinder:innen in Bayern sagen klar: Der Impfstatus von unter 18-Jährigen darf nicht 
ausschlaggebend für gesellschaftliche Teilhabe sein. Die Konsequenzen der zu geringen 
Impfquote unter den Erwachsenen dürfen nicht auf die Jugendlichen abgewälzt werden. 
Jugendarbeit muss für alle möglich bleiben. Personen einer 2G-Regel zu unterwerfen, die 
rechtlich nicht selbst in der Lage sind sich zur Impfung zu entscheiden und somit an ihrer 
Situation etwas zu ändern, ist in höchstem Maße ungerecht und nicht nachvollziehbar. Kinder 
büßen hier für ihre Eltern - das darf nicht sein. 

Die 2G-Bedingung schließt den größten Teil der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren aus 
der Jugendarbeit aus. Sie verwehrt ihnen diesen sicheren Ort außerhalb von Schule und 
Familie. Denn 60% der Jugendlichen dieser Altersgruppe sind derzeit nicht vollständig geimpft 
(Bayerischer Rundfunk, 09.11.2021). Während für viele Bereiche (Gastronomie, 
Beherbergung, Sport, musische Aktivitäten) eine Übergangsregelung im Rahmen der 
Schultests bis Ende des Jahres gilt, findet dies in der außerschulischen Bildungsarbeit keine 
Anwendung. 

Als Pfadfinder sind wir Teil der weltweit größten außerschulischen Bildungs- und 
Erziehungsbewegung. In unseren wöchentlichen Gruppenstunden erreichen wir 
zehntausende Kinder- und Jugendliche in Bayern.Miteinander und voneinander lernen, 
Gemeinschaft erleben, die Natur kennen lernen, die eigene Persönlichkeit 
weiterentwickeln und Verantwortung für sich und andereübernehmen - all dies 
ermöglichen wir Woche für Woche. 

Bereits jetzt sind viele Kinder und Jugendliche vor allem aus sozial 
marginalisierten Bevölkerungsgruppen durch die Corona-Maßnahmen stark 
abgehängt worden. Ohne außerschulische Bildungsangebote drohen diese 
jungen Menschen den gesellschaftlichen Anschluss komplett zu verlieren.

In den letzten Monaten konnten wir zeigen: Verantwortungsvolle Jugendarbeit ist mit den 
bisherigen 3G-Regelungen für unter 18-Jährige Schüler:innen möglich, sinnvoll und sicher. 

Wir fordern daher alle politischen Entscheidungsträger dazu auf, außerschulische 
Bildungsangebote weiterhin unter Auflagen allen Kindern und Jugendlichen zugänglich zu 
machen durch die Anerkennung schulischer Teststrategien und/oder PCR Tests als 
Teilnahmevoraussetzung. Diese Tests müssen der Zielgruppe unkompliziert und kostenfrei zur 
Verfügung stehen. 


Kontakt: 
Gabriele Großmann 
Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Landesverband Bayern 
Severinstr. 5/Rgb. 
81541 München 
bayern@pfadfinden.de 
+49 89 6924396 


Unterstützer:innen: 
• Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Bayern (VCP) 
• Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Bayern 
• Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Landesverband Bayern e.V. (BdP) 
• Pfadfinderbund Weltenbummler e.V. 
• Pfadfinderinnenschaft St. Georg, Landestelle Bayern

 

Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Bayern sind in verschiedenen Jugendverbänden organisiert, die Menschen aller Nationalitäten und Glaubensrichtungen offenstehen. Ziel der Pfadfinderbewegung ist die Förderung der Entwicklung junger Menschen, damit diese in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen können. 

Zur Pfadfinderbewegung gehörten 2011 weltweit mehr als 41 Millionen Kinder und Jugendliche aus 216 Ländern und Territorien in zahlreichen nationalen und internationalen Jugendverbänden, die in verschiedenen weltweiten Dachverbänden zusammengeschlossen sind. 

Pressemeldung zum Download